Am Karfreitag wurde die traditionelle Kreuztracht in Menden in diesem Jahr erstmals auch in Gebärdensprache begleitet. Sr. Judith und eine Gebärdensprachdolmetscherin haben die Stationen des Kreuzweges für gehörlose Teilnehmende übersetzt und damit eine aktive Mitfeier ermöglicht.
Für viele war dies ein besonders bewegender Moment: Rund 150 Menschen nahmen gemeinsam an der Kreuztracht teil, und erstmals konnten gehörlose Gläubige die einzelnen Stationen unmittelbar mitverfolgen und bewusst miterleben. Die Rückmeldungen waren sehr positiv – die Möglichkeit, vollständig teilnehmen zu können, wurde als großes Zeichen der Wertschätzung und Teilhabe empfunden.
Im Anschluss an die Kreuztracht fand eine Begegnung mit persönlichem Austausch statt. Diese Gespräche wurden als bereichernd erlebt und stärkten das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmenden.
Die gelungene Umsetzung zeigt eindrucksvoll, wie wichtig barrierefreie Angebote sind, damit Kirche für alle Menschen erfahrbar wird. Viele äußerten den Wunsch, dass auch zukünftige Veranstaltungen in ähnlicher Weise inklusiv gestaltet werden.